Das Meer
Manchmal ist nichts zu viel.
Und nichts zu wenig.
Nur Weite.
Nicht leer.
Nur offen.
Du musst dich nicht konzentrieren.
Du musst nichts fühlen.
Du musst nichts verändern.
Du darfst einfach treiben.
Ohne Richtung.
Ohne Ziel.
Das Meer ist der Raum, in dem alles sein darf,
ohne dass etwas werden muss.
Weite
Hier musst du nichts festhalten.
Und nichts loslassen.
Hier darf alles fließen.
Ohne Ziel.
Ohne Richtung.
Atme einmal tief ein.
Und langsam aus.
Mehr ist nicht nötig.
Strömung
Vielleicht gibt es etwas in dir,
das gerade still wird.
Vielleicht etwas,
das sich löst.
Oder nichts davon.
Auch das ist richtig.
Und wenn du irgendwann weiterziehst,
nimm dir nichts mit.
Nicht einmal dieses Gefühl.
Das Meer bleibt trotzdem.
Stille Tiefe
Unter allem,
was sich bewegt,
liegt etwas,
das nicht strömt.
Kein Ziel.
Kein Weg.
Kein Müssen.
Nur Raum,
der nichts von dir verlangt.
Wenn du möchtest,
schließe kurz die Augen.
Und spür,
wie sich Weite
in dir anfühlt.
Rückkehr
Vielleicht bist du noch da.
Vielleicht ziehst du schon weiter.
Beides ist richtig.
Das Meer hält dich nicht.
Und es verlässt dich nicht.
Wenn du gehst,
geh leise.
Und nimm nichts mit
außer dem,
was ohnehin schon in dir ist.
